Von der Gastronomie in die Softwareentwicklung - Mein Weg in eine neue Welt
2025-11-19
Ich komme aus einer echten Gastrofamilie. Schon früh habe ich gelernt, was es bedeutet, hart zu arbeiten, flexibel zu bleiben und täglich mit den unterschiedlichsten Menschen umzugehen. Die Gastronomie war für mich lange Zeit nicht nur ein Beruf, sondern ein Stück Heimat. Und dennoch gab es da immer etwas anderes, das mich genauso faszinierte wie der Duft von frischem Kaffee oder das vertraute Klirren von Gläsern: Computer.
Meine ersten Schritte zwischen zwei Welten
Schon als Kind liebte ich es, an technischen Dingen herumzutüfteln. Egal ob Programme, Spiele oder kleine technische Herausforderungen -- ich wollte immer wissen, wie etwas funktioniert. Während andere sich für Sport oder Musik begeisterten, fand ich mich oft vor einem Bildschirm wieder und probierte Neues aus.
Diese Begeisterung begleitete mich durch meine gesamte Zeit in der Gastronomie. Während der eine Kollege perfekt den Weinvorrat im Kopf hatte, war ich derjenige, der die digitale Kasse reparierte, neue Tools ausprobierte oder das WLAN einrichtete. Doch nie hätte ich gedacht, dass aus diesem Hobby einmal ein Beruf werden könnte.
Der Mut zur Veränderung
Nach vielen Jahren in der Gastronomie stellte ich mir irgendwann eine Frage, die mich nicht mehr losließ:
Kann ich aus dieser Leidenschaft eigentlich mehr machen?
Ich entschied mich, meinen Mut zusammenzunehmen und eine Ausbildung zum JavaScript-Softwareentwickler zu beginnen. Und plötzlich befand ich mich in einer völlig neuen Welt: Code, Frameworks, Logik, Kreativität -- alles zusammen in einer Disziplin.
Natürlich kamen Zweifel auf. Immerhin war ich jemand, der „sein Leben lang in der Gastronomie gearbeitet hat". Würde mich überhaupt jemand einstellen? Hatte ich überhaupt Chancen gegen Menschen, die Informatik studiert oder schon länger in der Branche gearbeitet hatten?
Die Überraschung im Bewerbungsprozess
Ich nahm all meinen Mut zusammen, erstellte meinen Lebenslauf und schickte meine ersten fünf Bewerbungen ab. Zu diesem Zeitpunkt erwartete ich vor allem eines: Absagen.
Doch es kam ganz anders.
Ich wurde eingeladen -- und zwar mehrfach. Insgesamt führte ich mehrere Gespräche, und schließlich erhielt ich sogar zwei Zusagen.
Dieser Moment hat mir gezeigt, dass nicht immer der geradlinigste Weg der einzige ist. Leidenschaft, Lernbereitschaft und Begeisterung können genauso viel wert sein wie jahrelange Erfahrung.
Der Schritt in die Selbständigkeit
Nachdem ich erste Berufserfahrungen sammeln durfte, wuchs in mir der Wunsch, eigene Wege zu gehen. Projekte frei auswählen, meine Arbeitszeiten selbst gestalten, Kunden direkt unterstützen -- all das reizte mich zunehmend.
Heute bin ich selbständig tätig und könnte mir keinen anderen Weg mehr vorstellen. Ich arbeite an spannenden Projekten, bilde mich ständig weiter und habe das Gefühl, endlich genau dort angekommen zu sein, wo ich immer hin wollte.
Fazit: Es ist nie zu spät, neu anzufangen
Mein Weg von der Gastronomie zur Softwareentwicklung klingt vielleicht ungewöhnlich -- doch für mich war er genau richtig. Ich habe gelernt, dass jeder Neuanfang Mut erfordert, aber auch unzählige Chancen mit sich bringt.
Wenn ich eines aus dieser Reise mitgenommen habe, dann das:
Es ist nie zu spät, einen komplett neuen Weg einzuschlagen.
Und manchmal beginnt er genau dort, wo man es am wenigsten erwartet.
